Barrierefreiheit der Website prüfen: kostenloser Test nach WCAG 2.2

Geben Sie eine Webadresse ein. Wir laden die Seite in einem echten Browser, führen die automatisierbaren Prüfregeln für WCAG 2.2 AA aus und zeigen Ihnen die Ergebnisse nach etwa 30 Sekunden – ohne Anmeldung, ohne E-Mail, ohne Skript auf Ihrer Website. Dazu sagen wir Ihnen offen, welche Anforderungen ein Werkzeug nicht allein entscheiden kann und wie Sie diese selbst prüfen.

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Ein Feld. Wir laden Ihre Seite, führen die WCAG-2.2-Prüfungen darauf aus und zeigen Ihnen, was wir finden — ohne E-Mail, ohne Konto.

Wir prüfen die Seite unter dieser Adresse. Der vollständige Bericht deckt bis zu 100 ab.

Dauert meist etwa eine halbe Minute. Die Ergebnisse erscheinen hier. Eine E-Mail-Adresse brauchen Sie erst für den vollständigen Bericht.

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Ein Formular, wenige Felder. Der Bericht kommt per E-Mail, meist innerhalb einer Stunde; ein Mensch antwortet innerhalb eines Werktags.

Eine Seite Ihrer Website, zum Beispiel /checkout. Leer lassen, dann beginnt er auf der Startseite.

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Was der kostenlose Test prüft

Der Schnelltest prüft genau eine Seite – die Adresse, die Sie eingeben. Dabei passiert Folgendes:

  • Echtes Rendering: Die Seite wird in Chromium geladen, inklusive JavaScript, Web-Fonts und nachgeladenen Inhalten. Geprüft wird, was Menschen tatsächlich sehen, nicht nur der Quelltext.
  • Regeln für WCAG 2.2 A und AA: Wir führen alle passenden Regeln von axe-core aus, der verbreiteten Open-Source-Prüfbibliothek, und ordnen jedes Ergebnis einem WCAG-Erfolgskriterium zu.
  • Farbkontrast für jeden Text: Das Kontrastverhältnis wird für jedes Textelement gegen seinen tatsächlichen Hintergrund berechnet (1.4.3 Kontrast (Minimum)).
  • Struktur und Semantik: Überschriften, Landmarks, Seitensprache, Seitentitel, Namen und Rollen von Links, Buttons und Formularfeldern.

So sieht ein Ergebnis aus

Jeder Befund zeigt, was falsch ist, wo es steht und was es für Menschen bedeutet. Ein typisches Beispiel:

Text hat zu wenig Kontrast · WCAG 1.4.3 (AA) · Schweregrad: ernst
Element: <span class="price-old">49,00 €</span>
Gemessen: 2,77 : 1 (Text #9b9b9b auf #ffffff) · Erforderlich: 4,5 : 1
Wen es betrifft: Menschen mit Sehschwäche, ältere Menschen, alle bei Sonnenlicht auf dem Handy.
Vorschlag: #767676 erreicht 4,54 : 1 bei gleichem Farbton.

Wie ein vollständiger Bericht mit Tastatur-Protokoll, WCAG-Abdeckung und EN-301-549-Zuordnung aussieht, sehen Sie im Beispielbericht.

Was kein automatischer Test entscheiden kann

Kein Werkzeug kann eine Website allein „barrierefrei“ nennen. Nach unserer Einordnung der 55 Erfolgskriterien von WCAG 2.2 A und AA kann ein Werkzeug 4 vollständig entscheiden, 20 teilweise und 31 gar nicht. Die Begründung pro Kriterium finden Sie in unserer WCAG-2.2-Checkliste.

Ein paar Beispiele, bei denen ein Mensch urteilen muss:

  • Alternativtexte: Ein Werkzeug erkennt, ob ein Bild einen Alternativtext hat. Ob „IMG_4711.jpg“ oder „Bild“ den Inhalt beschreibt, erkennt es nicht zuverlässig.
  • Überschriften: Dass es Überschriften gibt, ist prüfbar. Ob sie den Inhalt sinnvoll gliedern, nicht.
  • Fehlermeldungen in Formularen: Ob eine Meldung erklärt, wie man den Fehler behebt, muss ein Mensch lesen.
  • Untertitel und Audiodeskription: Ob sie vorhanden, vollständig und synchron sind.
  • Fokusreihenfolge: Ob die Reihenfolge beim Tabben logisch ist.

Deshalb zeigt unser Ergebnis drei Zustände statt zwei: nicht bestanden, teilweise geprüft und nicht geprüft. „Nicht geprüft“ heißt nicht „bestanden“. Prüfungen, die kein eindeutiges Ergebnis liefern – etwa Text über einem Foto –, landen als „mögliche Probleme“ in einer eigenen Liste, statt stillschweigend als bestanden zu gelten.

Der Tastatur-Agent: der Teil, den Scanner meist auslassen

Viele Menschen bedienen Websites ohne Maus – mit Tastatur, Schaltern oder Sprachsteuerung. Ob das funktioniert, sieht man nicht im Quelltext. Man muss es ausprobieren.

Unser Tastatur-Agent tut genau das: Er drückt echte Tasten – Tab, Umschalt+Tab, Enter, Leertaste, Escape – und läuft einen Weg durch Ihre Website, etwa von der Startseite bis in den Warenkorb. Jeder Tastendruck wird protokolliert:

Der Tastatur-Agent: der Teil, den Scanner meist auslassen
#TasteFokus aufErgebnis
1TabLink „Zum Inhalt springen“Fokus sichtbar ✓
2EnterHauptinhaltSprungziel erreicht ✓
3TabButton (ohne Namen)Fokus unsichtbar ✗ 2.4.7
4Tab ×12DatumsauswahlEscape schließt nicht, Fokus gefangen ✗ 2.1.2

Gemeldet werden nicht erreichbare Elemente, verschwindender Fokus, fehlende Fokus-Hervorhebung, fehlende Sprunglinks und Tastaturfallen – jeweils mit Screenshot an der Fehlerstelle. Sie können jeden Weg selbst nachgehen.

Der Tastatur-Agent läuft im kostenlosen Vollbericht auf einem Weg Ihrer Wahl mit. Weitere Agenten, etwa für Screenreader oder Zoom, sind in Entwicklung und noch nicht verfügbar.

Kostenloser Vollbericht: bis zu 100 Seiten plus Tastatur-Durchlauf

Eine Seite zeigt eine Richtung. Für ein belastbares Bild brauchen Sie mehr. Den Vollbericht schicken wir Ihnen kostenlos per E-Mail:

  • Bis zu 100 Seiten Ihrer Website, automatisch gefunden und geprüft
  • Ein Tastatur-Durchlauf auf einem Weg, den Sie angeben (z. B. „Startseite → Produkt → Warenkorb“)
  • WCAG-Abdeckung pro Kriterium: bestanden, nicht bestanden, teilweise, nicht geprüft
  • Aufgabenliste, sortiert nach Wirkung pro Aufwand

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Eine Seite Ihrer Website, zum Beispiel /checkout. Leer lassen, dann beginnt er auf der Startseite.

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Selbst prüfen in 15 Minuten

Ergänzen Sie den automatischen Test mit fünf Handgriffen. Sie brauchen dafür nur Ihren Browser.

  1. Tastatur: Legen Sie die Maus weg. Drücken Sie Tab von oben bis unten. Sehen Sie immer, wo Sie sind? Erreichen Sie Menü, Suche, Formular und Warenkorb? Kommen Sie aus jedem Dialog mit Escape wieder heraus?
  2. Zoom: Vergrößern Sie auf 200 % und dann auf 400 % (entspricht etwa 320 Pixeln Breite). Überlappt Text? Müssen Sie seitlich scrollen, um Absätze zu lesen?
  3. Bilder: Schalten Sie Bilder in den Entwicklertools aus oder lesen Sie die Alternativtexte. Fehlt eine Information, die nur im Bild steckt?
  4. Formular: Schicken Sie ein Formular leer ab. Wird klar, welches Feld falsch ist und warum? Wird der Fehler nicht nur rot markiert?
  5. Screenreader-Stichprobe: Starten Sie VoiceOver (macOS: Cmd+F5) oder NVDA (Windows, kostenlos). Hören Sie sich die Navigation und einen Button an. Klingt jedes Element verständlich?

Was Sie dabei finden, gehört in Ihre Dokumentation – im Reviseberg-Konto über geführte manuelle Tests, die Schritt für Schritt durch diese Prüfungen führen.

BFSG-Check: Reicht ein Online-Test für die gesetzliche Pflicht?

Seit dem 28. Juni 2025 müssen bestimmte Dienstleistungen für Verbraucherinnen und Verbraucher barrierefrei sein, darunter Onlineshops und andere Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr (§ 1 Abs. 3 BFSG). Ob das für Sie gilt, klären Sie in zwei Minuten mit unserem BFSG-Check.

Ein Online-Test allein erfüllt keine Pflicht. Er liefert Belege: was geprüft wurde, wann und mit welchem Ergebnis. Diese Belege brauchen Sie, um die Barrierefreiheitsinformation nach Anlage 3 BFSG ehrlich auszufüllen – unser Generator für die Barrierefreiheitserklärung hilft dabei. Maßstab in der Praxis ist die europäische Norm EN 301 549, deren Web-Kapitel auf die WCAG verweist. Mehr dazu im Überblick zu BFSG und EAA.

Automatischer Test, Audit oder Overlay?

Automatischer Test, Audit oder Overlay?
Automatischer TestManuelles Audit durch FachleuteOverlay-Widget
Was passiertWerkzeug prüft Code und gerendertes ErgebnisFachleute prüfen jedes Kriterium, auch mit HilfstechnikSkript legt eine Werkzeugleiste über die Seite
StärkeSchnell, wiederholbar, findet häufige Fehler auf vielen SeitenDeckt alle Kriterien ab, auch Bedeutung und VerständlichkeitSchnell eingebaut
GrenzeKann viele Kriterien nicht entscheidenAufwendig, MomentaufnahmeBehebt die Barrieren im Code nicht
Belegt Konformität?TeilweiseJa, für den geprüften StandNein

Europäische Behindertenverbände und der Fachverband IAAP haben 2023 gemeinsam festgestellt, dass Overlays eine Website nicht barrierefrei oder konform mit europäischem Recht machen [4]. In den USA musste der Overlay-Anbieter accessiBe 2025 nach einer Anordnung der Handelsbehörde FTC 1 Million US-Dollar zahlen – wegen irreführender Versprechen [5]. Reviseberg setzt kein Skript auf Ihre Website ein. Wir finden Barrieren, damit Ihr Team sie im Code behebt.

Die sinnvolle Kombination: automatisch prüfen, was sich automatisieren lässt – regelmäßig und auf allen Seiten. Den Rest manuell prüfen und das Ergebnis dokumentieren. Genau dafür ist die Reviseberg-Plattform gebaut.

Datenschutz

Für den Schnelltest speichern wir die geprüfte Adresse und das Ergebnis. Wir verlangen keine Anmeldung, installieren nichts auf Ihrer Website und verarbeiten alles in der EU. Die Seite wird so geladen, wie ein anonymer Besucher sie sieht; Bereiche hinter einem Login prüfen wir im Schnelltest nicht.

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Häufige Fragen

Ist der Test wirklich kostenlos?

Ja. Der Schnelltest einer Seite braucht weder Anmeldung noch E-Mail. Für den Vollbericht mit bis zu 100 Seiten und einem Tastatur-Durchlauf fragen wir nach Ihrer E-Mail-Adresse, damit wir den Bericht zustellen können. Es entsteht kein Abo.

Ist meine Website barrierefrei, wenn der Test keine Fehler findet?

Nein, nicht automatisch. Ein Werkzeug kann nur einen Teil der WCAG-Kriterien entscheiden. Keine Fehler heißt: Die automatisch prüfbaren Regeln sind auf dieser Seite erfüllt. Die übrigen Kriterien zeigen wir als „teilweise“ oder „nicht geprüft“ an.

Welche Norm legt der Test zugrunde?

WCAG 2.2, Stufen A und AA. Im vollständigen Bericht ist jedes Ergebnis zusätzlich dem passenden Abschnitt aus Kapitel 9 der EN 301 549 zugeordnet, der europäischen Norm für digitale Barrierefreiheit.

Kann ich Seiten hinter einem Login prüfen?

Im kostenlosen Test nicht. Mit einem Konto können Sie dem Crawler einen Zugang hinterlegen: die Passwortabfrage des Browsers, ein Login-Formular oder Token-Header. Die Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert und nur an Ihre eigene Domain gesendet.

Wie unterscheidet sich das von WAVE oder Lighthouse?

Diese Werkzeuge prüfen eine Seite in Ihrem Browser. Wir prüfen im Vollbericht bis zu 100 Seiten, lassen einen Tastatur-Agenten einen echten Weg gehen und weisen nicht prüfbare Kriterien ausdrücklich aus. In der Plattform kommen regelmäßige Crawls, Verlauf und Nachweise für die Erklärung hinzu.

Brauche ich trotzdem ein Audit?

Wenn Sie eine belastbare Aussage zur Konformität treffen wollen: ja, oder zumindest dokumentierte manuelle Prüfungen der Kriterien, die kein Werkzeug entscheidet. Der automatische Test sagt Ihnen, wo Sie anfangen.

Quellen

  1. Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), § 1 Abs. 3 – https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/__1.html
  2. W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, W3C Recommendation – https://www.w3.org/TR/WCAG22/
  3. ETSI EN 301 549 V3.2.1 (2021-03), Kapitel 9 Web – https://www.etsi.org/deliver/etsi_en/301500_301599/301549/03.02.01_60/en_301549v030201p.pdf
  4. European Disability Forum & IAAP: Joint statement on accessibility overlays (Mai 2023) – https://www.edf-feph.org/publications/joint-statement-on-accessibility-overlays/
  5. Federal Trade Commission: FTC Approves Final Order Requiring accessiBe to Pay $1 Million (April 2025) – https://www.ftc.gov/news-events/news/press-releases/2025/04/ftc-approves-final-order-requiring-accessibe-pay-1-million
  6. Deque: axe-core Regeln – https://github.com/dequelabs/axe-core/blob/develop/doc/rule-descriptions.md

Sehen Sie, was ein Scan auf Ihrer Website findet

Eine Seite in rund 30 Sekunden, ohne E-Mail. Der vollständige Bericht umfasst bis zu 100 Seiten und einen Tastatur-Durchlauf.